surferlinks.de


spots

jens bei 8-9 bft: es gibt keinen wind, nur böen! luftbild der düse sotavento sandstrand und türkises wasser
das rene egli boardlager das reni egli rigglager jedes jahr wieder: worldcup vor sotavento
Spot:
Fuerteventura ist eine Insel der Kanaren. Um die Insel an sich (den alten Felsbrocken) wirklich schön zu finden muss man von der Farbe grün die Nase voll haben. Sehr braun, felsig und karg. Auf der Fahrt vom Flughafen sieht man dazu noch zahlreiche Baustellen und ebenso viele Bauruinen, mit denen sich gerade die Kanarische Bürokratie rumschlägt.
Biegt man dann beim Hotel Sol Gorriones um die Ecke blickt man allerdings auf eine sehr schöne (stark bewässerte) Oase mit mediterraner Bepflanzung und einem meilenweiten feinen Sandstrand, der sich weiter südlich mit dem schwarzen Vulkangestein mischt und hübsche Musterungen aufweist.
Dementsprechend auch die Umgebung. Sehr feiner Sand, ab und zu (am Strand) auch ein paar Steine. Sollte man mit dem Auto kommen, sind beide Spots eigentlich recht gut erreichbar. Vom steinigen Parkplatz (Vorsicht Diebe!) muss das Material ca. 250m geschleppt werden. Es gibt aber auch in beiden Centern die Möglichkeit mitgebrachtes Material zu verstauen. Keine Strömungen, keine fiesen Tierchen (kleine wie große). Eigentlich nur: heißer Sand und ablandiger Wind *g*

Conditions:
Für diese Spotbeschreibung kann man wunderbar das Luftbild von
www.rene-egli.com benutzen.
Center 1 (ganz rechts im Bild): Also an diesem Spot hatte ich alles. Die besten und die schlechtesten Surfbedingungen die ich je hatte, denn wie sagte doch einer der Surflehrer: "Es gibt hier keinen Wind, es gibt hier nur Böen!"
In den unteren Windbereichen merkt man das nur wenig. Zwischen moderater 1m Welle und spiegelglatter Bügelpiste ist alles dabei. Hübsche Wellenritte und ordentlich Höhe laufen, denn der Wind ist durch den Düseneffekt zu 85% ablandig! Der Wasserstart sollte also sitzen! Bergungen kosten für Non Clients 30€. Durch den meist schräg ablandigen Wind sind Raumschotkurse 5m vom Strand möglich (bin selten soooo schnell gewesen). Perfekt um Laydown und Switch Stance Jibes zu üben. Und das in türkisem Wasser ohne irgendwelche Nesseltierchen, Seeigel oder scharfe Steine! Sehr nett :))
Aber wenn es in Windbereiche jenseits von 8-9 geht, wird das Surfen weiter als 100 Meter vom Strand weg zum Rodeo-Ritt. 3-4 Stunden diese Bedingung und z. B. Heidkate wirkt wie ein altes Stiefmütterchen in Bezug auf Kabbeligkeit. Ist man nicht schon genug damit beschäftigt zackige Sinuskurven zu fahren kann man auch noch ein wenig Sinnesgewalt darauf verschwenden die nun sehr ruppigen Böen zu kontrollieren. Also merken wir uns fürs nächste Mal: erst selber surfen, dann die Worldcupper knipsen. Denn meist gilt nachmittags/abends ist (mitunter sehr viel) mehr Wind als morgens.

Center 2 (links unten in der Bucht): Der „Anfängerspot“ soll eigentlich der bessere Spot von Beiden sein. In der Bucht ist Speeden und Anfängerschulung angesagt. Wenn man jedoch etwas raus fährt, dorthin wo die Lagune um die Ecke biegt, findet man eine sehr gute 1-2m Welle vor, die dort in die Lagune rollt. Angeblich. Leider konnte ich dort selber nicht surfen, da man sich aus Materialgründen für die Station anmelden musste und jedes Mal wenn ich dort war leider Kalima (Calima?! s.u.) herrschte. Aber es fahren auch alle Stationsassis und Lehrer zum surfen zum Center 2! Leider ist dort wohl immer eine Windstärke weniger als am Center 1. Aber: Kiten ist hier verboten, hah!
Beste Windrichtungen sind NO (sideshore) und NW (genau ablandig), aber auch alle anderen Richtungen sind möglich


Anfahrt:
Fuerteventura / Puerto del Rosario wird von vielen deutschen Flughäfen direkt angeflogen. Pauschalreisen bieten sich an, aber auch Individualreisen können hier ihren Reiz haben. Die Flugzeit beträgt ca. 4,5 Std.
Nach der Landung braucht ihr euch einfach nur in Richtung Süden schlängeln. Wenn ihr die Batterie Windräder seht, ist es nicht mehr weit. Transferzeit ca. 45min.

Parken:
Vor allem gilt die Formel (Inselbonus + Touribonus x Euro= AUA!). Das Sol Gorrinoes liegt mitten im Nirgendwo und hat nur einen kleinen Supermarkt, der um 19h dicht macht. Die Preise sind nicht ohne, lohnen den Ausflug nach Morro Jable aber nur in Verbindung mit „mal was anderes sehen“. Denn die Supermärkte dort bieten auch nicht unbedingt den Aha-Effekt. Um Material muss man sich aber wirklich keine Sorgen machen. Rene-Egli, Fuerte-Action, etc. erledigen alles. Inkl. Reparatur mit alle Salat und Sosse! Das Party Leben soll außerhalb des Worldcups ziemlich mau sein. Außerhalb des Worldcups…Angeblich… 8-)

what else:
Unterschätzt bei dem frischen Wind die Sonne nicht! Hofft nicht auf die Wetterlage Calima (heiße trockene Luft, diesig, 3-7 Tage FLAUTE, bis zu 40°C im Schatten, nichts regt sich); tauchen bei Felix war am Muränenriff der Hammer!; das gute San Miguel Bier verursacht tierische Blähungen; als „Normalo“ kann man die Bishierhinundnichtweitertrillerpfeifen der Worldcupwächter irgendwann nicht mehr hören; buchen über Sun & Fun ist praktisch und gut, aber nicht billig; man kann auch billiger wohnen und trotzdem bei Egli Stuff buchen (Vorreservierung per I- net bringt Rabatt); surfen in der Lagune ist zwar bei hoher Flut möglich aber wegen Untiefen recht waghalsig; Wind- und Kitesurf Freestyle Worldcup werden jedes Jahr im Juli hier ausgetragen!

Bericht: Jens fliegender sand vor der kargen landschaft bei flut gutes einsteigerrevier - bei ebbe ist hier ebbe

zurück | startseite | kontakt | faq´s