Spot:
Fuerteventura ist eine Insel
der Kanaren. Um die Insel an sich (den alten Felsbrocken) wirklich
schön zu finden muss man von der Farbe grün die Nase voll
haben. Sehr braun, felsig und karg. Auf der Fahrt vom Flughafen
sieht man dazu noch zahlreiche Baustellen und ebenso viele Bauruinen,
mit denen sich gerade die Kanarische Bürokratie rumschlägt.
Biegt man dann beim Hotel Sol Gorriones um die Ecke blickt man allerdings
auf eine sehr schöne (stark bewässerte) Oase mit mediterraner
Bepflanzung und einem meilenweiten feinen Sandstrand, der sich weiter
südlich mit dem schwarzen Vulkangestein mischt und hübsche
Musterungen aufweist.
Dementsprechend auch die Umgebung. Sehr feiner Sand, ab und zu (am
Strand) auch ein paar Steine. Sollte man mit dem Auto kommen, sind
beide Spots eigentlich recht gut erreichbar. Vom steinigen Parkplatz
(Vorsicht Diebe!) muss das Material ca. 250m geschleppt werden.
Es gibt aber auch in beiden Centern die Möglichkeit mitgebrachtes
Material zu verstauen. Keine Strömungen, keine fiesen Tierchen
(kleine wie große). Eigentlich nur: heißer Sand und
ablandiger Wind *g*
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Conditions:
Für diese Spotbeschreibung kann man
wunderbar das Luftbild
von
www.rene-egli.com
benutzen.
Center 1 (ganz rechts im Bild): Also an diesem Spot hatte ich alles.
Die besten und die schlechtesten Surfbedingungen die ich je hatte,
denn wie sagte doch einer der Surflehrer: "Es gibt hier keinen
Wind, es gibt hier nur Böen!"
In den unteren Windbereichen merkt man das nur wenig. Zwischen moderater
1m Welle und spiegelglatter Bügelpiste ist alles dabei. Hübsche
Wellenritte und ordentlich Höhe laufen, denn der Wind ist durch
den Düseneffekt zu 85% ablandig! Der Wasserstart sollte also
sitzen! Bergungen kosten für Non Clients 30€. Durch den
meist schräg ablandigen Wind sind Raumschotkurse 5m vom Strand
möglich (bin selten soooo schnell gewesen). Perfekt um Laydown
und Switch Stance Jibes zu üben. Und das in türkisem Wasser
ohne irgendwelche Nesseltierchen, Seeigel oder scharfe Steine! Sehr
nett :))
Aber wenn es in Windbereiche jenseits von 8-9 geht, wird das Surfen
weiter als 100 Meter vom Strand weg zum Rodeo-Ritt. 3-4 Stunden
diese Bedingung und z. B. Heidkate wirkt wie ein altes Stiefmütterchen
in Bezug auf Kabbeligkeit. Ist man nicht schon genug damit beschäftigt
zackige Sinuskurven zu fahren kann man auch noch ein wenig Sinnesgewalt
darauf verschwenden die nun sehr ruppigen Böen zu kontrollieren.
Also merken wir uns fürs nächste Mal: erst selber surfen,
dann die Worldcupper knipsen. Denn meist gilt nachmittags/abends
ist (mitunter sehr viel) mehr Wind als morgens.
Center 2 (links unten in der Bucht): Der
„Anfängerspot“ soll eigentlich der bessere Spot
von Beiden sein. In der Bucht ist Speeden und Anfängerschulung
angesagt. Wenn man jedoch etwas raus fährt, dorthin wo die
Lagune um die Ecke biegt, findet man eine sehr gute 1-2m Welle vor,
die dort in die Lagune rollt. Angeblich. Leider konnte ich dort
selber nicht surfen, da man sich aus Materialgründen für
die Station anmelden musste und jedes Mal wenn ich dort war leider
Kalima (Calima?! s.u.) herrschte. Aber es fahren auch alle Stationsassis
und Lehrer zum surfen zum Center 2! Leider ist dort wohl immer eine
Windstärke weniger als am Center 1. Aber: Kiten ist hier verboten,
hah!
Beste Windrichtungen sind NO (sideshore)
und NW (genau ablandig), aber auch alle anderen Richtungen sind möglich
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Anfahrt:
Fuerteventura / Puerto del Rosario wird von
vielen deutschen Flughäfen direkt angeflogen. Pauschalreisen
bieten sich an, aber auch Individualreisen können hier ihren
Reiz haben. Die Flugzeit beträgt ca. 4,5 Std. Nach der Landung braucht ihr euch einfach nur in Richtung Süden schlängeln. Wenn ihr die Batterie Windräder seht, ist es nicht mehr weit. Transferzeit ca. 45min.
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Parken:
Vor allem gilt die Formel (Inselbonus + Touribonus
x Euro= AUA!). Das Sol Gorrinoes liegt mitten im Nirgendwo und hat
nur einen kleinen Supermarkt, der um 19h dicht macht. Die Preise sind
nicht ohne, lohnen den Ausflug nach Morro Jable aber nur in Verbindung
mit „mal was anderes sehen“. Denn die Supermärkte
dort bieten auch nicht unbedingt den Aha-Effekt. Um Material muss
man sich aber wirklich keine Sorgen machen. Rene-Egli, Fuerte-Action,
etc. erledigen alles. Inkl. Reparatur mit alle Salat und Sosse! Das
Party Leben soll außerhalb des Worldcups ziemlich mau sein.
Außerhalb des Worldcups…Angeblich… 8-)
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what else:
Unterschätzt bei dem frischen Wind die
Sonne nicht! Hofft nicht auf die Wetterlage Calima (heiße trockene
Luft, diesig, 3-7 Tage FLAUTE, bis zu 40°C im Schatten, nichts
regt sich); tauchen bei Felix
war am Muränenriff der Hammer!; das gute San Miguel Bier verursacht
tierische Blähungen; als „Normalo“ kann man die Bishierhinundnichtweitertrillerpfeifen
der Worldcupwächter irgendwann nicht mehr hören; buchen
über Sun &
Fun ist praktisch und gut, aber nicht billig; man kann auch billiger
wohnen und trotzdem bei Egli Stuff buchen (Vorreservierung per I-
net bringt Rabatt); surfen in der Lagune ist zwar bei hoher Flut möglich
aber wegen Untiefen recht waghalsig; Wind- und Kitesurf Freestyle
Worldcup werden jedes Jahr im Juli hier ausgetragen!
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